All-Tags-Challenge #1

Nachdem ich am Freitag diese Idee hatte, meine Konfliktfähigkeit zu trainieren und zu üben, indem ich mir selbst kleine Herausforderungen und Ziele stecke [Alltags-Challenge] habe ich nun begonnen diesen Gedanken auch in die Tat umzusetzen. Ich will mir täglich mindestens eine kleine Aufgabe stellen, die mich normalerweise definitiv Überwindung kostet.

Die erste Challenge

Die erste All-Tags-Challenge  bin ich am Wochenende direkt angegangen. Sie lautete „Meinen Mann auf einen neuen Schrank ansprechen“.  Dazu muss ich erwähnen, dass das schon seit mindestens drei Jahren eines der ewigen Streitthemen ist. Andere streiten über Geld oder Hobbies oder über offene Zahnpastatuben – wir streiten über Schränke :-). Aus irgendeinem Grund hat mein Göttergatte nämlich so eine Art Trauma. Er hasst einfach geschlossene Schranktüren. Wenn es nach ihm ginge, dann gäbe es nicht einmal einen Kleiderschrank im Haus. Auch Klamotten kann man schließlich wunderbar in einem offenen Regalsystem, mit einer Kleiderstange darunter aufbewahren….  Aber mich nervt’s einfach extrem.

Es mag Menschen geben – sehr ordentliche Menschen vermutlich – die ihren ganzen Kram in offenen Regalfächern, Vitrinen oder Schubladen aufbewahren können. Aber wir sind dazu definitiv a) nicht ordentlich genug und b) vermutlich auch zu vielseitig interessiert. Mein Näh-, Strick- und Stickkram braucht eine Ecke, die Bastelsachen meiner Tochter müssen irgendwo hin. Die Unterlagen für mein Fernstudium, die Blockflöte samt Notenbüchern, die Gitarre meines Mannes, incl. Noten. Zeichenblöcke, Puppen incl. Zubehör, Gesellschaftsspiele, Bücher, usw. usw.. Alles lagert derzeit offen in irgendwelchen Regalen oder in kleinen Boxen, Kästen und Truhen, die ich im Laufe der Zeit mal angeschafft habe.  Ich möchte mal wenigstens einen großen Schrank haben, in dem man mal Dinge „verstecken“ kann, ohne dass alles direkt für jeden auf dem Präsentierteller liegt. Und vor allem ohne, dass jede freie Ecke oder Fläche mit irgendwelchem Kram voll gestellt ist.

Mein Mann stimmt zwar zu, dass es bei uns nie wirklich „ordentlich“ aussieht. Aber den Gedanken, dass es daran liegen könnte, dass alles aber auch wirklich alles, offen herumsteht oder liegt und dass die ganzen Kisten in jeder freien Ecke, das Gesamtbild auch nicht gerade harmonisch und aufgeräumt wirken lassen, weist er weit von sich. Ich habe dieses Thema früher schon einige Male auf den Tisch gebracht. Jedesmal endete es im absoluten Streit, teils mit dem Ergebnis, dass mein Mann als Kompromiss dann noch irgendein neues Regal oder (immerhin) eine kleine Kommode mit Schubladen organisierte..  Irgendwann habe ich dann, um des lieben Frieden willens, die Sache ruhen lassen und nicht mehr angesprochen. Aber nun dachte ich, dass sei eine ganz gute erste Challenge.

Umsetzung und Ergebnis

Natürlich gab es mal wieder Streit. Das war abzusehen. Allerdings, war ich dieses Mal tatsächlich irgendwie gelassener. Womöglich lag es daran, dass ich dieses Mal ja bereits von vornherein auf diesen Streit eingestellt war. Ich habe diesen Konflikt bewusst gesucht und nicht – wie früher oftmals –  durch irgendeine Bemerkung quasi versehentlich heraufbeschworen.

Ob es daran lag,  dass ich mit dieser neuen Gelassenheit meine Argumente besser dargelegt habe oder daran, dass bald Weihnachten ist oder daran, dass er einfach selbst auch keine Lust mehr auf diese Diskussion hatte… jedenfalls haben wir heute Nachmittag bei einer Online-Auktion nun tatsächlich einen kleinen Schrank für’s Wohnzimmer und einen größeren Schrank für’s Kinderzimmer ersteigert. Nun gibt es kein Zurück mehr und auch bei uns im Haus wird es demnächst tatsächlich zwei Schränke mit geschlossenen Schranktüren geben. Yeahh!

 

 

 

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Alltags Challenge

Manchmal unterhält man sich, schreibt mit anderen oder diskutiert.. ein Wort ergibt das andere und irgendwann entsteht im Kopf so eine Idee… Solch ein Tag war heute.

In einem Forum ging es um individuelle Herausforderungen des Alltags. Eine Mutter beispielsweise berichtete, dass es ihr wahnsinnig schwer fällt, die Situation: Schreiendes und vor Wut tobendes Kind im Supermarkt, auszuhalten. Aus Angst, die anwesenden –  vor allem kinderlosen Menschen –  könnten denken, sie sei nicht in der Lage ihr Kind ordentlich zu erziehen oder „im Griff“ zu behalten. Eine andere Mutter hat in der Kita jedes Mal, wenn sie ihr Kind abholt, das Gefühl, die anderen Mütter würden sie „komisch“ anschauen, mustern, abfällig hinter ihrem Rücken reden. Völlig unbegründet, total irrational aber dieses Wissen nützt dann sicher auch nichts, wenn sich einmal der Gedanke festgesetzt hat. Andere wiederum schaffen es einfach nicht, sich von ihren Eltern / Schwiegereltern abzugrenzen und die eigenen Vorstellungen zu bestimmten Erziehungsfragen durchzusetzen… usw. usw.

Tatsächlich glaube ich,  dass viele Menschen diese und ähnliche Situationen kennen. Möglicherweise in anderer Ausprägung oder in einem anderen Umfeld. Alltagssituationen einfach, denen man sich, aus welchen rationalen oder irrationalen Gründen auch immer,  nur ungerne stellt. Als ich heute so darüber nachdachte, fiel  mir auf, dass die meisten Berichte Situationen schilderten, in denen es definitiv zu Konflikten kommt oder möglicherweise kommen könnte.

Das Zauberwort zur Lösung (fast) aller Alltagsprobleme scheint wohl die „Konfliktfähigkeit“ zu sein. Am besten natürlich gepaart mit einem zusätzlichen Schuß Selbstvertrauen. Wobei letzteres natürlich so eine Sache ist… denn: Wo soll’s herkommen? Solange man Selbstvertrauen noch nicht in Flaschen abgefüllt in der Apotheke erhält, wird es wohl ausgesprochen schwer, es irgendwo her zu bekommen. Die Konfliktfähigkeit impliziert immerhin etwas erlernbares. Fähigkeiten kann man lernen, das weiß quasi jedes Kind. Man muss nur üben..  Ich glaube, diesen Satz sage ich so an die 100 Mal wöchentlich zu meiner Tochter. Wenn sie böse wird, weil das mit dem jonglieren selbst nach dem sagenhaften fünften Versuch immer noch nicht richtig funktionieren will, wenn sie wütend aus dem Wohnzimmer stapft, weil der Satz im Buch sich einfach nicht lesen lassen wollte, wenn die Schule doof war, weil die Lehrerin gesagt hat, dass sie erst einmal weiter mit kleinen Zahlen rechnen, ehe die 100 dran kommt, usw. Unsere Kinder müssen üben, um bestimmte Fähigkeiten zu erlernen – das ist ja klar.

Für uns Erwachsene scheint dieses doch recht einfache Prinzip aber aus irgendwelchen Gründen gar nicht mehr so klar und einleuchtend. Logisch: Weil bei uns Großen natürlich alles viel, viel, viel schwerer ist. (?!).  Oder haben wir vielleicht einfach nur die besseren Ausreden parat? Mehr Erfahrung darin, ganz ohne Trotz zu erklären: „Na und?!  Ich kann das eben nicht… fertig!“ ?

Also mir lässt das seit heute jedenfalls keine Ruhe mehr. Auch ich habe definitiv so meine Defizite in Sachen „Konfliktfähigkeit“, die mir viele Dinge im Alltag schwer machen. Heute ist mir erstmals wirklich bewusst geworden, dass das nichts „Gott gegebenes“ ist. Kein Zustand, mit dem man sich halt irgendwie arrangieren muss, keine reine Frage des Selbstvertrauens – und damit ein Problem quasi, das sich erst dann  Lösen lässt, wenn es das als Nahrungsergänzung quasi, abgefüllt in Flaschen gibt. Das ist eine Fähigkeit, die man – wie theoretisch alle Fähigkeiten – lernen kann. Durch Übung…

Ganz ehrlich. Mir wird ehrlich etwas flau im Magen, im Hinblick auf die einzig logische Konsequenz, die sich aus dieser Erkenntnis nun ergibt. Wenn ich meiner Tochter ca. 100 Mal die Woche erkläre, sie müsse  üben, um bestimmte Dinge zu lernen – Fähigkeiten zu erwerben. Dann kann ich mich da selbst wohl auch nicht vor drücken, oder?

Auf meinem ganz persönlichen Stundenplan wird nun also das Fach „Konfliktfähigkeit“ stehen…   (ich weiß, ich werd’s hassen…).

Mehr dazu dann demnächst unter „All-Tags-Challenge“ oder so ähnlich. Ziel für den Anfang wird es sein, sich jeden Tag (all-Tags)  eine ganz persönliche Herausforderung zu suchen, die es dann im Laufe des Tages zu meistern gilt.

Hat jemand eventuell noch Vorschläge? Ideen? Anregungen? Hat jemand selbst Erfahrungen in Sachen bewusste Persönlichkeitsentwicklung? Oder möchte jemand vielleicht sogar mitmachen?  Ich freue mich auf jede Art von Feedback.

eiskalte „Nein-Sagerin“

Kennt ihr auch diese Situationen? Jemand bittet um einen Gefallen  und noch während die eine Gehirnhälfte angestrengt eine passende Ausrede sucht um auf jeden Fall abzulehnen, reagiert die andere Hirnhälfte prompt:  Ehe ihr Euch’s verseht hört ihr Euch bereits sagen: „Na, klar, mache ich ich doch gerne!“,   am besten noch ergänzt von einem „zu wann brauchst Du’s denn?“  😮

Das sind die Situationen, in denen ich tatsächlich ganz aufrichtig meine Tochter beneide und bewundere. Die ist eine ganz abgebrühte und eiskalte „Nein-Sagerin“. Nicht nur, dass sie absolut spontan und völlig selbstverständlich das Wort über die Lippen bringt… sie bringt es obendrein noch fertig es einfach so für sich, ganz alleine im Raum stehen zu lassen.

„Hey Du, lässt Du mich gleich auch mal auf die Schaukel?!“  –  „Nein!“

Fertig.. einfach nur „Nein!“.. das war’s. Als gut erzogener Erwachsene ist meine „Ja-Sager-Gehirnhälfte“  in solchen Situationen direkt völlig verstört und peinlich berührt. Die will auf der Stelle wenigstens noch ein vermittelndes „nein, aber… “ hinterhergeschoben wissen.

Gibt’s aber nicht! Meine Tochter ist da wirklich unerbittlich. Und was mich tatsächlich immer wieder auf’s Neue überrascht ist die Tatsache, dass meine –  in dem Moment ja eigentlich völlig unbeteiligte –  „Ja-Sager-Hirnhälfte“  meist sehr viel geschockter ist , als der eigentliche Empfänger der Absage. Kinder scheinen das sogar überhaupt nicht eigenartig zu finden. Spannenderweise sind es  eher die Erwachsenen, die absolut unbeholfen mit einer solch klaren Ansage umgehen. Von erstaunt und sprachlos bis hin zu völlig empört und sprachlos ist alles dabei.

Eigentlich doch sehr faszinierend:  Wir Erwachsenen können die schwierigsten Worte wie: „Kompromiss“ , „Konsenz“, „Diskrepanz“  jederzeit absolut fehlerfrei aussprechen. Aber so ein einfaches Wort wie „Nein!“ will uns einfach nicht über die Lippen…

Oder geht das womöglich nur mir so?

Wenn Politik auf Kinderlogik trifft..

Politik und Kinder..das ist so eine Sache für sich habe ich festgestellt. Meine Tochter interessiert sich inzwischen wirklich sehr für alles, was so um uns herum passiert. Insbesondere hat sie mitbekommen, dass gerade viele Menschen von ihrem zu Hause weggehen, weil sie Angst vor dem Krieg dort haben. Was ein Krieg ist und warum jemand überhaupt Krieg macht, wenn dann doch alle Angst haben und weggehen, sind nur zwei der vielen, vielen Fragen, auf die ich noch keine zufriedenstellende Antwort geben konnte. Neulich fragte sie dann, warum ich die Leute eigentlich immer „Flüchtlinge“ nenne. Ich habe es ihr erklärt. Da meinte sie nur ganz knapp: „ja, Mami. Aber nun sind sie ja hier,  bei uns, zu Hause! Hier ist kein Krieg, also brauchen sie auch nicht mehr Angst zu haben und wegzugehen. Jetzt sind sie keine Flüchtlinge mehr, jetzt sind sie Deutschländer, so wie wir. Also kannst Du auch aufhören, sie immer so zu nennen. Das ist echt ganz schön unnett von Dir!“

Das Schlimmste ist: Irgendwie hat sie ja recht. Natürlich sind wir keine Marken-Würstchen 🙂  Und ganz sicher wohnen die Flüchtlinge auch nicht alle bei uns zu Hause. Aber meine kleine Tochter wünscht sich, dass sie sich alle hier schnell einleben und das Gefühl haben, nun in Sicherheit zu sein. Sie möchte, dass die gleichen Leute, die immer aufpassen, dass hier kein Krieg her kommt auch die Flüchtlinge beschützen und dass sie ihnen sagen, dass sie jetzt keine Angst mehr haben sollen. Meine kleine Tochter hat den Wunsch, dass hier, wo wir alle gemeinsam wohnen, niemand Angst um sein Leben haben muss.

Und wirklich, ich wünschte es gäbe irgendeine Möglichkeit dies zu erfüllen…

Spielplatzgespräche

Zufällig habe ich auf dem Spielplatz ein Gespräch zwischen meiner Tochter M. und ihrem Klassenkameraden K. (beide 6 Jahre alt) mit angehört. Die beiden saßen nebeneinander auf zwei Schaukeln und unterhielten sich:

K.: Hey, Baby! Hast Du eigentlich auch eine Lederjacke?“
M.: (etwas irritiert) nööö?! Wieso?
K.: Na, weil Lederjacken voll cool sind.
M.: Aha. Hast Du denn eine?
K.: Ne, ich muss ohne Lederjacke cool sein. Mama will mir keine kaufen.
M.: Soll ich Dir eine kaufen? Hab 3 Millionen Taschengeld.
K.: Ne, danke. Hab ich selbst. Sogar mehr als 3 Millionen.
M.: Aha. Und warum kaufst Du Dir dann keine Lederjacke davon?
K.: Na, mir fehlen noch 365, 270, 180 und 100 andere im Stickeralbum. Die muss ich mir schon alle selbst kaufen. Weißt Du was das alleine schon kostet?!
M.: Ne. Dann musst Du wohl wirklich noch ohne Lederjacke cool sein, bis Du alle Bilder hast.
K.: Findest Du mich cool?
M.: (etwas skeptisch) naja, geht so.

Wie die Einschulung perfekt gelingt

„Wie gelingt die „perfekte“ Einschulung?“  Ich glaube, dies ist eine recht passende, nahezu alles zusammenfassende, Überschrift meiner Gedanken der letzten paar Monate bzw. des letzten halben Jahres.  Angefangen hat es mit der Schuluntersuchung. Das war so der point of no return. Der Moment, in dem das Thema Schule auf einmal sehr präsent wurde und in so greifbare Nähe rückte, dass es mir wirklich so vorkam, als hätten  wir kaum Zeit, uns seelisch auf diesen Tag X vorzubereiten. (ja, klar, wir wissen schon seit 6 Jahren, dass sie irgendwann zur Schule muss…. aber ab diesem Moment war es eben nicht mehr ein „sie muss irgendwann“ sondern ein „ohh… sie muss ja schon bald.. in 6 Monaten, 24 Wochen.. WOCHEN!). Dazu kam dann, dass die Untersuchung dann nicht so dolle gelaufen ist. Meine Tochter war so darauf aus, alles perfekt und absolut richtig zu machen, dass sie mehr Fehler eingebaut hat, als für sie „normal“ gewesen wären. Was ist schon normal? Aber z. B. sollte sie auf einem Blatt mit Reihen von lachenden und weinenden Smileys innerhalb von ein paar Minuten  so viele weinende Smileys durchstreichen, wie sie konnte. Sie ist dann mal gerade bis zur zweiten Reihe gekommen mit gerade mal einer handvoll Smileys. Erst war sie unsicher, ob sie die mit einem Strich oder besser mit einem X durchstreichen soll. Dann hatte sie versehentlich mit dem Stift angesetzt ein lachendes Gesicht durchzustreichen und wollte das irgendwie ungeschehen machen, danach hat sie bei jedem der Gesichter lieber nochmal dreimal hingeschaut, ob der auch wirklich genauso unglücklich aussieht, wie der Angekreuzte davor und im Zweifelsfall hat sie den dann lieber übersprungen, um ja nichts falsch zu machen. Puhh,  das war echt schlimm, nichts sagen zu dürfen.. Leider ist an meiner Tochter eine wahnsinnige Perfektionistin verloren gegangen… das war schon immer so: Beim Kindertanzen, wenn sie neue Choreografien lernen sollten, hat sie sich regelmässig verweigert. Sie hat dann ein paar Mal vom Rand aus zugeschaut und später alleine zu Hause vor dem Spiegel geübt, bis sie die Reihenfolge fehlerfrei wusste. Erst dann hat sie beim tanzen wieder mitgemacht..

In so vielen Situationen habe ich dann gedacht: „Oh je, wie soll das nur werden, wenn sie irgendwann mal zur Schule geht?“  und nun war dieses Ereignis plötzlich so nah. Wie sollte das nur werden, wenn sie in ein paar Wochen (!) zur Schule kommt?!  Die Antwort kam irgendwann per Anruf von der Schule. Es gibt an unserer Schule eine Art pädagogisches Förderprogramm, bei dem kleine Gruppen von zwei bis drei Kindern pro Schulklasse, unterrichtsbegleitend, eine spezielle, individuelle Förderung erhalten können. Die Entscheidung ist ein  Gremien-Entscheid mit Schulleitung, Jugendamt, Pädagogen, Schulpsychologen. Im Gremium  werden die einzelnen Fälle durchgesprochen  und dann wird entschieden, wer ins Programm aufgenommen wird und wer nicht. Würde meine Tochter dort reinkommen, wäre das sicherlich eine kleine Hilfestellung. Trotzdem blieben noch viele andere Sorgen offen. Von jeher war mein Kind nicht nur eine extreme Perfektionistin, sondern auch extrem eigen, was den Umgang mit anderen Kindern betraf. Sie tat sich wahnsinnig schwer, auf andere Kinder zuzugehen. Letztlich auch, weil sie es wenn, dann auch „perfekt“ machen wollte. Aber vor allem auch, glaube ich, weil ihr Kinder schon immer zu „unberechenbar“ waren. Sie konnte es nie leiden, wenn alle wild durcheinander rennen, laut sind und spontan irgendetwas machen. Als „Große“ im Kindergarten hat sie schnell angefangen, die Kleinen zu „ordnen“. „Du setzt Dich mal dahin und Du bringst dort schon mal das Baby ins Bett. Du bist die Mama und stehst in der Küche und machst Abendbrot für das Kind und den Papa. Du setzt Dich da hin und rührst Dich nicht vom Fleck und Du kannst schon mal dahinten Dein Zimmer aufräumen.. “  So… und alles war so, wie sie es gern hatte. Ruhig, sortiert, überschaubar und ganz friedlich. (keine Ahnung, was die Erzieher dort jetzt eigentlich ohne sie machen? 😉 )

Da war er wieder der Gedanke: „wie soll das nur in der Schule werden?“  Immerhin: dort sitzen alle einigermaßen ruhig auf ihren Plätzen und laufen nicht wild umher. Und die Pausen würden wohl schon irgendwie gehen, hoffte ich.

Na und nun war er vor kurzem da, der Tag X. Seit Anfang der Woche habe ich nun ein mega-glückliches, großes Schulkind, dass bereits jetzt mindestens zehn neue Freundinnen (nach eigenen Aussagen) hat und super zurechtkommt. Sie mag die Lehrer, die Kinder, den Sport-Unterricht, die Pausen und das Essen ist auch „okay“.  Einschulung alles in allem super geglückt.

Wenn mich heute jemand fragt, wie die Einschulung perfekt gelingt, dann kann ich echt nur sagen: „Mit ganz, ganz viel Gelassenheit! Meine Tochter hat in den letzten paar Wochen nach dieser Schuluntersuchung auf einmal so einen Entwicklungsschub hingelegt, dass ich echt nur staunen konnte. Vom einen Tag auf den nächsten, ging sie plötzlich wie selbstverständlich auf andere Kinder zu, erklärte mir geduldig, dass es völlig normal ist auch mal einen Fehler zu machen und verkündete, dass sie auf jeden Fall zu groß ist für eine „rosa“ Schultüte. Wir sollten ja nicht auf die Idee kommen, ihr so eine Baby-Schultüte zu geben. Sie mag ab sofort blau und rot und weiß. Aber kein rosa und pink mehr.

Wenn ich bedenke, wieviel graue Haare ich mir hätte ersparen können, wenn ich meinen heutigen Ratschlag mit der „Gelassenheit“ nur befolgt hätte. Wahnsinn!

Wie war das bei Euch so? Wieviele graue Haare hat Euch die Einschulung gebracht (oder auch nicht?)

Liebster Award!

Ja, da war ja noch was…  Vor einem knappen Jahr hat mich Mirjam von perfektwir für den

nominiert. Ich will mein Versprechen einlösen zu antworten und habe nun endlich mal die „Hausaufgaben“ gemacht.

Die Spielregeln sind, dass ich ihre 11 Fragen beantworte, danach eigene 11 Fragen stelle und den Award an 11 Blogs weiter reiche, die meine Fragen beantworten. Es sollen Blogs sein, die unter 200 Follower haben, da es auch darum geht, Blogs bekannter zu machen.

Hier meine Antworten auf Ihre Fragen:

1. Was ist für dich ein perfekter Moment?
Wenn meine Tochter morgens um 5:00 Uhr zu uns ins Bett krabbelt, ihre kalten Füße unter die Decke schiebt und erklärt: „Mami, Papi. Ich hab Euch richtig dolle lieb“ . Sich einkuschelt und 2 Sek später auch schon wieder tief und fest schläft.

2. Was ist deine Lieblingsbeschäftigung im Frühling?
Fotografieren

3. Dein Geheimtipp für einen schönen Ausflug?
Ein Besuch im Phantasialand zwischen Weihnachten und Neujahr. Wenn man ein wenig Glück mit dem Wetter hat, einfach traumhaft schön, nicht so überrannt und letztlich auch viel günstiger als Mitten in der Saison.

4. Worüber lachst du am liebsten?
Natürlich über die Sprüche meiner Tochter. Aber wenn die grad nicht da ist oder im Bett, dann steht Sascha Grammel hoch im Kurs. Hier mal ein Beispiel „Hetz‘ mich nicht – 2010“

5. Was ist dein Beitrag, um die Welt zu retten?
Ganz ehrlich: Ich bin nicht einmal sicher, dass die Welt überhaupt noch zu retten ist. Aber man kann sie zumindest für viele Menschen ein kleines bisschen besser machen. Und das versuche ich, so gut es eben geht. Im Augenblick aus Zeitmangel eher finanziell. Ich spende immer mal wieder für verschiedene gemeinnützige Projekte und sammle Ideen und Anregungen für die Zeit, wenn ich mal wieder so richtig viel Zeit habe. Gerade heute bin ich auf folgende Initiative aufmerksam geworden: „Eilbekhelden“ – eine richtig tolle Idee, wie ich finde!

6. Was würdest du NIE zu deinem Kind sagen?
„Das schaffst Du sowieso nicht!“  bezogen auf Ihre (Lebens)Pläne, Ideen, und Visionen.

7. Und was immer wieder?
„Nimm die Finger aus dem Mund!“  (kleiner Scherz *g*)  Das ich sie sehr lieb habe und sie immer zu mir kommen kann, wenn etwas ist.

8. Welches Buch muss man einfach gelesen haben?
So ein Buch gibt es nicht. Es wird  für jeden ein anderes Buch sein. Je nach Genre, Geschmack, Anspruch, usw. Lesen soll ja vor allem Spaß machen. Davon abgesehen bin ich persönlich aber zumindest der Meinung, dass es auf keinen Fall schadet, sich wenigstens einmal im Leben mit einem etwas anspruchsvollerem Buch auseinanderzusetzen. Also nicht nur lesen – sondern auch nachdenken, verstehen, usw. . z.B. „1984“,  „MobyDick“, „Farm der Tiere“ , „The importance of being Earnest“, etc.

9. Und welches Kinderbuch angeschaut?
Die Abenteuer des „Latte Igel“ – ich habe das als Kind einfach geliebt. Für mich ein absolutes „must have“

10. Worüber würdest/wirst du ein Buch schreiben?
Wenn ich das nur wüsste… dann wäre es womöglich sogar schon fertig.

11. Was ist deine Motivation zum Bloggen?
Die Tatsache, dass ich nicht weiß, worüber ich mal ein Buch schreiben könnte.

So,  bis hierhin war es nicht ganz so schwer.

Aber jetzt wird’s mal richtig schwer! Wen soll ich nominieren oder benennen?
Gibt wenige Blogs, denen ich wirklich regelmässig  folge und die ich gerne lese und noch weniger, die unter 200 Follower haben.
Als da wären:

mama tanzt – Familiengeschichten auch gereimt. Ein Blog. (Wurde schon von perfektmami nominiert. Unbedingt erwähnenswert bei meinen Lieblingsblogs. Aber hier nun ausser Konkurrenz)
pink chillies  – Die Woche in Bildern.  Wunderschöner,  liebevoller Fotografen-Blog.
5mal5’s Weblog – Auch ein sehr schöner Foto-und-mehr Blog.
Wer ist der Chef? – Ein Familienblog aus Papa-Perspektive. Auch als Papa von zwei kleinen Chefs erlebt man so einiges.. Danke, für’s teilhaben lassen.
mama007 –  es gibt noch mehr berufstätige Mütter mit Kind, die fast immer gut gelaunt, perfekt aussehend, alles im Griff habend, zielstrebig durch’s Leben laufen. FAST IMMER! 😉

 

Nun noch meine 11 Fragen für die, die Lust haben sie zu beantworten:

  1. Wie würdest Du Dich beschreiben?
  2. Wenn Du ein Tier wärst -welches wäre das wohl?
  3. Was sind die 3 wichtigsten Ziele, die Du Dir für die nächsten Jahre gesteckt hast?
  4. In welches Land könntest Du Dir vorstellen auszuwandern?
  5. Und warum gerade dorthin?
  6. Welcher Urlaubstyp bist Du?
  7. „Kinder an die Macht“ ist einer der Songs von Herbert Grönemeyer. Mal angenommen es käme so. Was würde sich dann ganz sicher verbessern?
  8. Welchen Film hast Du Dir schon mindestens 10 Mal angeschaut?
  9. Welches ist Dein Lieblingsschauspieler/in?
  10. Und welche prominente Person kannst Du so gar nicht leiden?
  11. Hast Du ein Lieblingszitat? Oder ein Lebensmotto?  (Welches?)